Thomas Matt, 1962 in Schluchsee geboren, in Feldberg/ Falkau lebend, Kunststudium an der PH Freiburg, seit 1990 freischaffender Bildhauer.
Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind Stahlbleche in unterschiedlichen Stärken. Diese werden zuerst zurechtgeschnitten und kalt vorgespannt und in einem nächsten Arbeitsgang zur entsprechenden Form zusammengeschweißt. Letztlich wird die Oberfläche geätzt oder sie rostet mit den natürlichen Spuren der Witterung. Die Grundform ähnelt in ihrem Querschnitt oft dem Kopf einer Axt – eine Hommage an den Schwarzwald, aus dem der Künstler kommt und an seinen Vater, der Holzfäller war. Seine Formensprache beschäftigt sich in vielen Fällen mit labilen Gleichgewichtszuständen und lässt sich durch Berührung in Bewegung versetzen. Seine großen Skulpturen aus Holz und Metall, teilweise auch aus Stein, nehmen zwar auch Bewegungen auf, sind aber in ihrer Darstellung nicht organisch, sondern erinnern an stark vergrößerte mechanische Teile oder geometrische Zeichnungen. Meist geht es Thomas Matt um die Balance, die Ausgewogenheit – seine Formensprache ist klar und von geometrischen Grundformen bestimmt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Zwischenräumen, die entstehen, wenn sich zwei oder mehrere Körper beinahe berühren.
Festhalten – Loslassen, dieser Grundgedanke jeglicher Beziehung ist der durch Stahlstäbe graphisch anmutenden Plastiken.